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Nach Haltigkeit kommt nichts mehr

Nach Haltigkeit kommt nichts mehr

Nachhaltigkeit wird gerade in der Logistikbranche zu einem immer wichtigerem Thema – womit die Verantwortung für Unternehmen immer mehr wächst. Am 24. April jährt sich der Einsturz des Gebäudes Rana Plaza – auch wir möchten an diesen schrecklichen Tag erinnern und vor allem auf den Fashion Revolution Day aufmerksam machen, der im Rahmen dieser Tragödie am 24. April stattfindet. Die Vision dahinter: Eine Modebranche, die Menschen, Umwelt, Kreativität und Profit gleichermaßen schätzt.

In diesem Rahmen hier ein kleines Vorwort unsererseits: Wir schätzen unsere Kunden sehr – vor allem für das Verantwortungsbewusstsein, die Welt nachhaltiger und demnach ein Stück besser zu machen. Mit unserer Software OSCA unterstützen wir unsere Kunden bei dieser Mission.

Wir behaupten nicht, päpstlicher als der Papst zu sein: aber wir wollen den Schritt in die richtige Richtung mitgehen und bemühen uns auch in den kleinen Details so nachhaltig wie möglich zu agieren. 

„Nachhaltig“ – Dieses Wort, das fast überall erklingt oder uns in Printform über den Weg läuft, klingt auf jeden Fall gut. Und ist auch was Gutes. Wenn man das Wort hört weiß man auf jeden Fall, dass es etwas Gutes ist. „Ich bin für Nachhaltigkeit!“ Ok. Wenn dieser Satz den Lippen nebenbei entfleucht, ist man sich doch meist nicht der Komplexität bewusst – durch den inflationären Gebrauch zurecht. Man ist heutzutage ja ungeduldig, alles ist schnelllebig, und manchmal fragt man sich zur Zeit der Digitalisierung auch, wo denn die gute alte Schrittgeschwindigkeit geblieben ist – doch das ist ein anderes Thema.

Dabei dringt diese Nachhaltigkeit in so viele Lebensbereiche, bei Privatpersonen und bei Unternehmen – Nachhaltigkeit ist somit flächendeckend. Es sind Fragen zu klären, die ganz basal bei der Definition beginnen: Was ist Nachhaltigkeit überhaupt? Jetzt könnte man die Etymologie auseinandernehmen, die Bestandteile „nach“ und „haltig“ bis zur Ursuppe deren Entstehung zurückverfolgen und sezieren und eine sprachhistorische Analyse vornehmen – Nun sind wir weder Linguisten noch Sprachhistoriker, und vermutlich sind solche auch nicht die Zielgruppe dieses Beitrags. Obwohl – irgendwie betrifft es ja uns alle.

Laut Artikel der Logistik Heute (Januar 2019 https://lnkd.in/gZtZYB4) sind es 77% der Unternehmen, die aus Gründen der Kostenersparnis in ihre Lieferketten investieren. Diesen Aspekt als Hauptgrund zu nehmen ist das gute Recht jedes Unternehmens und natürlich ein wichtiger Punkt.

In Hinblick auf die etlichen Klimakonferenzen der letzten Jahre wird jedoch deutlich, dass gerade das Thema Umwelt den Konsumenten berührt. Die Menschen möchten den Missständen entgegenwirken und ihr Gewissen beruhigen. Der Kunde von heute möchte Transparenz, wissen wo und wie das erworbene Produkt hergestellt wurde. Bei vielen ist kein Platz mehr für „billig“ Produziertes.

Diesem Beispiel folgen bereits einige Unternehmen. Ein gutes Beispiel stellt dabei KiK dar, die mit ihrem Nachhaltigkeitsbericht erklären, wie sie sich für nachhaltige und faire Produktion und Produkte einsetzen.

Schlechte Arbeitsbedingungen, Verschwendung von Rohmaterialien und unnötige Kosten. Unternehmen heutzutage tragen eine große Verantwortung, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Gerade im Supply Chain Management haben diese Themen große Relevanz – und Unternehmen die Möglichkeiten diesen Umständen entgegenzuwirken.

Greifbares wie Material aber auch nicht greifbare Dinge wie Informationen der Finanzen bilden dabei die Elemente des Nachhaltigkeitskonzepts und unterliegen dem Wunsch eines nachhaltigen Veraltens. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit aller Beteiligten der Supply Chain.

Was ist Nachhaltigkeit?

Von Rohstofflieferanten über Produzenten und Händler bis zum Endkunden. Unter diesem Gesichtspunkt und hinsichtlich eines nachhaltigen Handelns ist es wichtig nicht nur das Endprodukt in den Blick zu nehmen. Die soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung im Rahmen eines nachhaltigen Handelns innerhalb der Supply Chain setzt den Blick auf den gesamten Prozess und auf jede Station voraus. Der gleichzeitige Anspruch nach Kostenreduzierung, günstigen Produkten und einem guten Service kann durch die Kooperation aller Partner innerhalb der Supply Chain verwirklicht werden. Wie sieht das im Einzelnen aus? In Anlehnung an das sogenannte „Drei Säulen Modell“ ergeben sich drei Pfeiler, die das Nachhaltigkeitskonzept stützen, der ökologische, ökonomische und der soziale. Das Modell gelang 1998 im Rahmen des 13. Bundestages und des Abschlussberichts der sogenannten Enquête Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt“ in die Öffentlichkeit. Es kommt dabei in verschiedenen Ausführungen daher, soll aber stets die eine Aussage beinhalten: Es geht nämlich um die gleichzeitige, harmonische und „gleichberechtigte Berücksichtigung der drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales.“ Dabei hat jeder dieser Dimensionen eine Daseinsberechtigung und zwar im gleichen Maße. Kurze Erläuterungen sollen die Begriffe kurz umreißen.

Ökologische Nachhaltigkeit beschreibt den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und bezieht sich eben auf die Gesundhaltung des Ökosystem. Durch den Blick auf alle SCM Prozesse können schon früh ökologische Probleme wahrgenommen und vermieden werden.

Ökonomische Nachhaltigkeit hingegen soll einen hohen Beschäftigungsgrad, Preisstabilität sowie ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht garantieren.

Soziale Nachhaltigkeit scheint der kniffligste Pfeiler des Drei Säulen Modells zu sein. Sie birgt nicht nur einen schwammigen und schwierig zu definierenden Terminus in sich, sie geht demnach auch bezüglich der Maßnahmen mit Problemen einher. Denn erst in Abhängigkeit der Definition können die Maßnahmen entsprechend definiert und umgesetzt werden. Doch allgemein kann gesagt werden, dass die soziale Nachhaltigkeit in der Logistik in den letzten Jahren zu einer immer größeren und wichtigeren Rolle herangewachsen ist, spielen nicht zuletzt faire Arbeitsbedingungen in eine faire Supply Chain mit ein.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Riskmanagement ist eine Option, um eine nachhaltige Supply Chain zu gewährleisten. Mit dem Blick auf die einzelnen Schritte und Abläufe kann auch hier rechtzeitig reagiert werden, um etwa Umwelt- und Gesundheitsschutzrisiken zu senken. Insgesamt ist das Riskmanagement für die soziale, ökonomische und ökologische verantwortlich.

Ein kleines Schlusswort

Im Zuge des anstehenden Fashion Revolution Days möchten wir ein vielseitiges und vor allem eminentes Themengebiet der Logistik und der Supply Chain aufgreifen. Unser Anspruch besteht nicht nur darin, informative Inhalte zu liefern, sondern auch darin, uns zum Thema Nachhaltigkeit zu positionieren. Wir sowie viele andere Privatpersonen und Unternehmen haben die Verantwortung und die Notwendigkeit des Handelns erkannt – Es ist wichtig, dieses Thema immer wieder aufzugreifen und zu reflektieren. Beim Lesen dieser Zeilen und der kommenden, nicht nur aus unserer Feder, erhoffen wir uns, dieses Bewusstsein für nachhaltiges Handeln zu fördern und noch mehr zu verbreiten.