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19.02.19 | Growth Hacking Update

19.02.19 | Growth Hacking Update

Unser Februar-Speaker hat einen Kalender.

Einen Terminkalender.

Und der ist voll.

Umso stolzer macht es uns, dass wir Ben Küstner von Pottsalat als Sprecher für unser Special-Februar-Meetup gewinnen konnten. Denn mit seinem Unternehmen ist er schon gut ausgelastet – also muss er ja irgendwie Ahnung davon haben, wie man als solches wachsen kann. Diese Ahnung hat er definitiv und hat so alle Teilnehmer in die Geheimnisse des „Growth Hackings“ eingeweiht! Von perfektem Rindfleisch und wachsenden Zahlen, machte Ben den Verständnis-Weg zum Growth Hacking frei. Klar, das Ziel, mit seinem Unternehmen zu wachsen ist ein edles und vor allem berechtigtes Ziel, aber nicht so einfach umzusetzen. Man muss schon sein Gemüse essen, um „growth“ und stark zu werden. Was also kann man tun, was muss man also essen, um richtig zu wachsen?

„Growth-Hacking ist eine „Geisteshaltung der Daten, Kreativität und Neugier“ (Aaron Ginn, 2012)

Da, wo Kreativität und Analytik aufeinandertreffen, da ist auch Growth Hacking. Dieses interdisziplinäre Mischwesen aus Creative Marketing, Engineering und Data Testing ist vor allem in der heutigen Startup Szene beheimatet. Denn mit dieser Technik lässt sich mit wenig Geld und, daran angelehnt, guten „Hacks“ ganz viel „Growth“ erzielen. Hinter diesem Phänomen steckt also eine Marketing-Technik, deren Fokus auf dem Wachstum liegt – wie der Name schon vermuten lässt.

Schmackofatz!

Um ein gutes Marketing für sich zu beanspruchen hilft es auch, gute Geschichten parat zu haben. Eine davon hat Ben an dem Abend zum Besten gegeben und konnte so anhand eines realen Beispiels aus der Pottsalat-Praxis untermauern, wie essentiell und vor allem wirksam das Konglomerat aus Marketing, Engineering und Data Testing ist: 

Pottsalat verkaufte den Salat „Schmackofatz Deluxe“. Die Leute kauften ihn auch erstmal: Rindfleischstreifen, Blattsalate, Äpfel, Feta etc., was könnte es Besseres geben? Aber irgendwie lief es nicht so, wie sich Pottsalat das vorstellte. Zwar bestellten die Leute, wurden aber nicht zu Widerholungstätern Also was nun? Anstatt den Leuten Schmackofatz aufzuzwingen, musste ein anderer Ansatz her. Der analoge Telefonspam beim Kunden ist dabei gar nicht so negativ konnotiert wie man meint. Zumindest nicht bei Pottsalat. Und da beginnt die Sache mit dem Rindfleisch.

Der Ansatz ist denkbar einfach: Warum nicht mal die Leute fragen, was sie wollen und nicht bestimmen, was sie zu wollen haben. Was sollen die Kunden schon sagen?

  1. „Was fällt denen ein mich zu nerven?“
  2. „Juhu, ich bin wichtig, man fragt mich danach, was ich gerne möchte.“

Mit der zweiten Reaktion konnte Pottsalat absolut punkten: Da nun ermittelt werden konnte, was den Schmackofatz nicht so schmackofatzig machte wie gewünscht, konnte man ihn genau auf die Kundenwünsche anpassen. Und was war nun der Casus Knaxus? Das Rindfleisch. Also machte man das Naheliegendste, und zwar das Rindfleisch besser.

Die Geschichte umreißt natürlich nur kurz und knapp einen umfangreichen und komplexen Prozess, der vor allem auf einer analytischen Basis fußt. Dieser ist voll von Zahlen und Daten, die es zu ermitteln auszuwerten gilt. Anhand dieser kann herausgefunden werden, welche Produkte den meisten Umsatz machen und welche weniger.

 

Ebenso gilt es anhand der Daten herauszufiltern, welche Produkte dafür immer und immer wieder gekauft werden, ungeachtet dessen ob diese einen hohen Umsatz einbringen. Ganz oben in der Prioritätenliste steht hier der wiederkehrende Kunde. Es wird deutlich, dass ein glücklicher Kunde und daraus resultierende stete Einnahmen einen höheren Wert haben, als der unstete und einmalige Geldhaufen je haben könnte.

Spaghetti an die Wand werfen

Um dem Kunden am Ende genau das geben zu können, was er möchte, heißt es testen, testen und nochmals testen. „Throw Spaghetti at the wall and see what sticks,“ lautet hier die Devise. Schließlich ist es die Qualität, die Quintessenz aus den Tests, die konkrete Hinweise darauf geben, was der Kunde möchte. Diese investigative Arbeit lohnt sich also durchaus. Denn mit den Erkenntnissen konnte das Problem nun genau ermittelt und an der Wurzel gepackt werden.

Klar, Methode ist alles, man sollte schon wissen was man da tut und Growth Hacking ganz alleine reicht nicht aus, um sein Unternehmen nach vorne zu bringen. Aber es ist ein wichtiger Bestandteil, ein Prozess, für den man Willen, Bock, Leidenschaft, Engagement aber auch Geduld mitbringen muss –  Deswegen laden wir uns auch regelmäßig Experten wie Ben Küstner ein, die uns unterstützen und zusätzlich wertvolle Ratschläge geben.

Spürt ihr schon das Wachstum? Wenn nicht, dann fangt gleich an mit dem „Growth Hacking“, es wird sich lohnen!