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Schmerz und Erstaunen im Bootcamp: Social Media Marketing ist kein Hobby!

Schmerz und Erstaunen im Bootcamp: Social Media Marketing ist kein Hobby!

7.11.2018, Dortmund: eigentlich lag ich wirklich gut in der Zeit und dann ging auf den letzten Metern nichts mehr. Stau vor der Westfalenhalle, das Bootcamp sollte wohl ohne mich anfangen. Der Stau und die Parkplatzsuche waren eigentlich ein Witz, das wusste ich aber noch nicht als ich durchs Kongresszentrum spurtete, um doch noch ansatzweise pünktlich zu sein.

Das Bootcamp hat uns allen, naja Nora konnte fast als Souffleuse von Lucas arbeiten, erstmal gezeigt, was wir alles nicht wissen und was wir alles noch nutzen und anstoßen müssen. Klar legen auch wir den Fokus auf die großen Fünf der Social Media Plattformen:

  1. Facebook
  2. Instagram
  3. Twitter
  4. LinkedIn
  5. YouTube

Aber dass es noch tausende andere wie z.B. das russische Facebook Vkontakte.ru gibt, wusste ich gar nicht. Dass Pinterest im B2B in den USA die Nr. 1 ist, wird bestimmt unser US Team und unser CEO Ralf sehr freuen. Dass Xing ein Häufchen Elend ist und die Bezeichnung als Social Media Plattform nicht verdient hat, bestätigen viele Erfahrungen, die wir mit Xing gemacht haben. Okay, bis hier hin hatte ich jetzt nicht das Gefühl, dass wir, dank Nora, nicht ganz so viel verschlafen haben. Aber als Lucas auch noch WhatsApp ins Spiel brachte, brach mir der Schweiß aus. Das Thema Datenschutz wird bei uns sehr sensibel besprochen und dann auch noch unsere bestehenden und potenziellen Kunden mit WhatsApp zu beglücken fand ich schon spannend. Aber das war nur Geplänkel, jetzt kamen die Fakten

3 Mrd. User sind weltweit auf Social Media Plattformen unterwegs

2 Mrd. bei Facebook-Aktive: Dass Facebook ein Ökosystem bestehend aus Instagram und WhatsApp ist, hat uns Lucas auch noch mal verdeutlicht. Okay, geschenkt, das ist nichts Neues, selbst für mich nicht.

Die Frage aller Fragen bleibt aber doch: wie kann man diese User und die 1.Mrd., die sich auf den anderen Plattformen tummeln, erreichen? Und jetzt kommt die Sache mit dem Schmerz!

Wie erreicht man Kundenbindung?

Offline

Treffen

Kennenlernen tut weh und ist arbeitsintensiv und ist nicht messbar

Geschäft

Social Media Marketing

Fans begeistern

Vertrauen etablieren tut auch weh und ist arbeitsintensiv und ist nicht messbar

Geschäft

50% der Kaufentscheidungen werden, auch von mir, über Social Media getroffen. Egal über welche Wege, durch Foren, Gruppen oder auf Grund von Werbungen, die durch andere User als gut und zuverlässig besprochen werden. Aber trotz allem ist Social Media kein direktes Sales Tool, wow, wie bringen wir das unserer Geschäftsführung bei? Social Media ist in erster Linie ein „Vertrauenstool“, eine Möglichkeit, den Kunden oder Partner emotional zu binden und eine nachhaltige Bindung aufzubauen und zu bestärken. Social Media Marketing lebt auf Grund des Vertrauens seiner User und Follower und die damit überlassenen Daten.

Social + Data                                                                                       

Media + Marketing

Man muss sich bewusst machen, dass die Zielgruppe die eigenen Follower sind und dass alle Beiträge zu bewerben sind. Man muss also Geld in die Hand nehmen, Unternehmen müssen investieren. Eine Tatsache, die nicht jeder sehen möchte, die aber unumgänglich ist. Auch wir haben dieses schon getestet und haben den positiven Effekt feststellen dürfen. Die Zielgruppen für unsere Beiträge sind natürlich unsere Follower und man sollte auch abchecken in welchen Gruppen man seine Beiträge teilt und bewirbt. Klar sollen jedem die folgenden Gleichungen bewusst sein

  • Keine Beiträge = kein Vertrauen (Oh, Mist)
  • Beständigkeit + Investment sind Bestandteile, die Hand in Hand erfolgen müssen
  • Umsetzung + Effizienz sind das A und O

Meine Souffleuse Nora stimmte Lucas in vielem zu. Zumal sie genau diese Punkte in unseren wöchentlichen Meetings schon aufgeführt hatte. Ich denke 2019 wird für uns mega spannend.

Aber auch wenn man das alles weiß, ist es immer noch wichtig den Nerv der Zielgruppe zu treffen, ansonsten würden man genau das tun, was Lucas uns schön verdeutlichte:

„Scheiße mit Geld bewerfen, bis man die Scheiße nicht mehr sieht“

Wie erreicht man dieses Vertrauen und wie kommt man dahin, dass man Follower hat, die einen liken und dann auch noch unsere Beiträge tatsächlich lesen und teilen?

Man braucht Ideen und Ziele und die optimale Umsetzung und natürlich ZEIT! Ideen, Umsetzung, Resultate, optimieren und das ganze noch mal 🙂

Die wichtigsten drei Säulen in digitalen Unternehmen sind:

  1. Ziele

Hier musst Du dir eine der schwierigsten Fragen stellen und beantworten „ Was sind deine Ziele?“ Viele definieren ihr Ziele gerne langfristig auf sechs Monate oder ein Jahr. Im Social Media Marketing ist das schwierig, nicht weil die Social Media Menschen dazu nicht willens sind, sondern weil sich die genutzen Plattformen fast täglich ändern und alle 4 Monate neue Player an Social Media Markt hinzukommen. Von daher ist eine 6 Monatsplanung „wischi-waschi“, um es  mal in den Worten von Lucas zu kleiden.

  1. kurzfristige Ziele

Oder auch 7 Tage Ziele. Also wie viele neue Follower möchtest Du mit dem Post, Blog oder Beitrag gewinnen? Die Zieldefinierung sollte realisisch sein und auf Grund der vorhandenen messbaren Zahlen erfolgen. Die Social Media Massnahmen müssen an die Unternehmensziele anknüpfen!

Wichtig ist, dass man sich von den Mitbewerbern abhebt. Anders sein muss nicht viel kosten und auch provokative Ideen können positiv für den Zuspruch von potenziellen Kunden sein. Wichtig ist es, hier seine Meinung zu vertreten, auch wenn diese nicht immer der Massenmeinung entspricht und unbequem ist. Das eigene Standing ist entscheidend und schafft auch wieder Vertrauen bei den Followern. Was soll ich sagen, diese Aussagen waren Wasserfälle auf Noras Mühlen, genau das predigt sie dem ganzen Unternehmen. Und, ja, sie hat recht 😊

  1. Massnahmen messen und bewerten

Zeit, wir brauchen mehr Zeit. Das war das erste, was mir durch den Kopf schoss. Die Massnahmen der letzten 7 Tage müssen natürlich auch gemessen und ausgewertet werden. Was lief gut, was wurde gut angenommen und was lief so garnicht gut. Und wo lief was gut, eine ganz wichtige und entscheidende Frage. Natürlich gibt es für alles Tools und super Tips, von Lucas ein ganz simples Excel Sheet mit einer Ampel für die eigenen Massnahmen und auch für die der Mitbewerber. Aber letztlich ist es die Zeit, die oft fehlt, um alles so intensiv zu bearbeiten, wie es eigentlich der Fall sein sollte.

Wie bei vielen Teilnehmern, unterstütze auch ich das Social Media Marketing bei uns „nur“ nebenbei. Und das ist einfach nicht genug, was mir dieses Bootcamp immer deutlicher vor Augen führte.

Recherche ist auch so ein Zauberwort, welche viel Zeit und Akkrebie erfordert. Wo informieren sich unsere Kunden oder potenziellen Kunden? Welche Suchmaschinen nutzen sie, welche Themen bewegen sie und warum? Wo sind meine Kunden aktiv, auf welchen Seiten und welchen Gruppen? Welche Veranstaltungen besuchen sie? Irgendwie hat das schon etwas von Stalking, aber genau wie ein Stalker muss man seine Kunden einfach kennenerlen, um sein Vertrauen zu gewinnen. Wissen ist Macht… und in unserem Fall schafft es Bindung und Vertrauen.

Zielgruppen

Eine Frage ist exorbitant wichtig und muss immer und immer wieder gestellt werden und zwar jedem Kunden, den du neu für dich gewinnen kannst.

„Woher kennst Du uns?“

Diese Frage erleichtert uns die Ausweitung unserer Maßnahmen und gibt uns zusätzlich Informationen, um die Interessen unserer Zielgruppe zu analysieren. Wenn wir wissen was unser Kunde, privat und geschäftlich, interessiert und welche Plattformen er nutzt, dann können wir unseren Content auch zielgerichteter veröffentlichen. Nicht jedes Bild, nicht jeder Beitrag, nicht jedes Video muss auf allen Plattformen geschaltet werden. Nein, wir müssen herausfinden, welche Plattform für welchen Content die richtige ist. Mir qualmt der Kopf, Nora ist Feuer und Flamme und ich bin einfach nur noch froh, dass jetzt Pause ist.

Botschaft für die Pause

„Lerne den privaten Menschen kennen und Du gewinnst ihn als Kunden!“

Aha, ja, Kaffee und dann mal schauen was die anderen so sagen.

Nun kamen Themen über Lead Plattformen, Auswertungen der genutzten Plattformen, Newsletter Exklusivität geben, Kontaktpunkte erweitern, Aufmerksamkeit gewinnen und erweitern bis hin zur Kundenbindung und wie man diese Ziele erreicht. Das war der Zeitpunkt, wo ich jetzt wirklich etwas verstanden habe. Nicht umsonst sitzen wir wöchentlich zusammen, um genau diese Dinge zu definieren und zu bewerten. Ja, wir haben schon seit längerem unseren Planungsmontag, auch mal einen Dienstag oder Donnerstag, und besprechen genau diese Themen. Danke Nora!

Ich kann nur jedem ein Bootcamp empfehlen um die Infos für sich mitzunehmen, die man gebrauchen und umsetzen kann und will.

Wir haben einige Dinge herausgefiltert und wollen einiges neugestalten und dafür noch einige Diskussionen führen. Ich bin allerdings sehr sicher, dass wir dieses, auch wenn wir ein kleines Team sind, sehr gut umsetzen werden.