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Ahoi Kameraden der Küstenwache

Ahoi Kameraden der Küstenwache

Die Setlog wieder, was haben die jetzt mit der Küstenwache zu tun?

Diese Frage, die sich der ein oder andere sicherlich stellt, können wir ganz einfach beantworten – alles und nichts-, wirklich sehr einfach, oder? Unser OSCA ist jetzt nicht irgendwie an das Überwachungssystem der Küstenwache angeschlossen, auch bekommen wir nicht die Einsatzpläne übermittelt, um zu berechnen ob das Frachtschiff; welches die Waren unserer Kunden geladen hat, nun sicher- drogenfrei und nicht von Piraten geentert in den Bestimmungshafen einlaufen wird. Nein, wir möchten einfach mal aufzeigen, welch wichtigen Aufgaben die Besatzungen der Küstenwache für uns alle, ja auch für unsere Supply Chain, ausüben.  Wir sind es gewohnt, dass für unsere Waren Schiffe gebucht werden, die den Zeitplan – größtenteils – auch pünktlich erfüllen. Das liegt zum einem an den optimierten Logistikprozessen, die wir mit OSCA schon abbilden, im Export- und Importland und zum anderen an der fragilen Sicherheit, die durch die Küstenwachen der Fahrgebiete aufrecht gehalten wird. Fahrtgebiete werden durch die Küstenwache gesichert und in Not geratene Schiffe geborgen und aus der Fahrrinne geschleppt. Menschen, die in Seenot geraten werden oft spektakulär gerettet und Schmuggler in Haft genommen. All dies trägt dazu bei, dass die Schiffspläne eingehalten werden und unsere Waren sicher am Bestimmungsort eintreffen.

Küstenwache, was ist das eigentlich?

Die Küstenwache ist, wenn man es genau nehmen möchte, ein Zusammenschluss mehrerer Behörden, die die Kontrolle und Sicherung des Seeverkehrs in den Küstengewässern übernehmen. In der Regel ist die Küstenwache dem jeweiligen Innenministerium unterstellt – so auch in Deutschland. Die Küstenwache des Bundes ist seit 1994 ein sogenannter Koordinierungsverbund, zu denen die Bundespolizei, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, die Bundeszollverwaltung mit der Abteilung Wasserzoll sowie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)zählen. Daher sind neben dem Bundesinnenministerium auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), das Bundesministerium der Finanzen (BMF) sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beteiligt. Die Einsatzgebiete der deutschen Küstenwache sind Ostsee, Nordsee und die dazugehörigen Küstengewässer, welche außerhalb des Zuständigkeitsbereiches der Wasserschutzpolizei liegen – also außerhalb der 12-Seemeilen-Grenze. Jeder Partner erfüllt verschiedene Aufgaben als Teil der Küstenwache. Die Bundespolizei beispielsweise ist für die Vollstreckung gesetzlicher Vorgaben verantwortlich, der Zoll überwacht die Einfuhrbestimmungen und das BLE übernimmt den Fischereischutz. (Quelle: https://www.bussgeldkatalog.org/kuestenwache/)

Was macht die Küstenwache eigentlich?

Wenn man es ganz simpel ausdrücken möchte, genau das gleiche wie die KollegenInnen an Land. Sie führen Kontrollen durch und sind für die Sicherung des Seeschifffahrtverkehrs zuständig. Sie kontrollieren die Verkehrssicherheit eines Wasserfahrzeuges und überprüfen ob sich die Kapitäne zu See und ihre Crews an die Einhaltung der Alkoholgrenzen halten. An Land kenne wir es alle: „Pusten sie bitte einmal ins Röhrchen“ und wenn zu tief ins Rumglas geschaut wurde, dann greift der Buß-Verwarnungsgeldkatalog. Darüber hinaus erstreckt sich die Tätigkeit auch auf die Rettung in Not- und Katastrophenfällen und die Prävention sowie die Verfolgung von Straftaten in ihrem Einsatzgebiet. Die der Küstenwache angehörigen Rettungsschwimmer sind zudem oft in Notfällen entlang der Küsten gefragt. Des Weiteren kontrolliert die Küstenwache auch die Einhaltung der Fischfangquoten sowie der Umweltschutzbedingungen.

Seenotrettung

Gerade in der momentanen Zeit stehen die Küstenwachen, vor allem die der Länder, die am Mittelmeer angrenzen, in der Thematik Seenotrettung sowohl in der Kritik als auch in hoher Anerkennung ihres Einsatzes und ihrer Leistung. Die Kritiker klagen die Rückführung der Flüchtlingsboote in die Häfen der sogenannten sicheren Länder in Nordafrika an, das die Weiterfahrt nach Europa unterbunden wird und die Flüchtlinge nicht an Bord genommen werden. Wie man dazu auch immer stehen mag, es darf nicht vergessen werden, dass die Küstenwache eine Behörde der jeweiligen Länder ist und so auch an die Gesetzte und Vorgaben dieser gebunden ist. Dabei kann man die Gesetze und die Vorgaben, die ihnen vorgesetzt werden, selbstverständlich kritisieren.
Die Aufgabe, die die Küstenwache insbesondere in einer Zeit voll politischer Unsicherheiten auszuüben hat, ist sicherlich keine einfache und auch dort sind  Menschen an Bord, die mit dieser Situation umgehen müssen. Schlussendlich können wir alle unseren Teil dazu beitragen, die Situation auf der Welt ein wenig zu verbessern und können selber entscheiden, ob und wie wir Menschen in Seenot helfen möchten.
Neben dem brisanten Thema „Flüchtlingsrettung“, liegen die Verantwortlichkeiten in der Seerettung aber vor allem in „alltäglichen“ Situationen. So fordert auch der Hobbysegler oder Millionär mit seiner Motorjacht oder das Frachtschiff welches in Seenot gerät die Küstenwache zur Rettung von kranken oder verletzten Personen an.

Piraten, Schmuggler und Drogen auf Hoher See

Ja, es gibt sie noch, die Piraten. Nicht so charmant und tüttelig wie Jack Sparrow, aber sicherlich so habgierig und skrupellos wie Captain Blackbeard. Die heutigen Piraten konzentrieren sich auf Handelsschiffe und setzten vermehrt auf die Entführung der Mannschaft. Die Ladung des Schiffes ist in den meisten Fällen zweitrangig, die wirkliche Beute ist das Lösegeld. Welche Verzögerungen, Ängste und Kosten solch eine Entführung mit sich bringt, kann sich sicherlich jeder vorstellen. Der Brennpunkt für diese Überfälle liegt bei Westafrika im Golf von Guinea. Gerade von Nigeria aus wird sehr viel gesteuert, was zum Leidwesen der Regierungen nicht leicht zu greifen ist.

Die Staatschefs der westafrikanischen Staaten haben 2013 beschlossen, gemeinsam für mehr maritime Sicherheit im Golf von Guinea zu sorgen. Damit haben sie den nach dem Tagungsort benannten Yaoundé-Prozess in die Wege geleitet. Seitdem hat sich das Risiko von Geiselnahmen auf Schif­fen jedoch erhöht: 2018 entfielen von weltweit 83 entführten Besatzungsmitgliedern 78 Personen auf den Golf von Guinea. Dennoch kann der Yaoundé-Prozess auch Erfolge vorweisen, die auf den ersten Blick in der Statistik nicht erkennbar sind. Allerdings bleibt festzuhalten, dass diese Fortschritte zum großen Teil nur mit umfangreicher, internationaler Hilfe erreicht worden sind. Und auch hier sind die Besatzungen der Küstenwachen mit Leib und Seele im Einsatz.

Die Schmuggler zur See

Drogen, das verbotene Gold oder andere Waren, die es lohnt zu schmuggeln, werden natürlich auch in großen Mengen zur See transportiert. Die Schmuggler werden weltweit immer geschickter und suchen sich Mittel und Wege, um an ihr Ziel zu kommen. Auf der See sind vor allem Tauchboote dafür zuständig, die nicht komplett abtauchen, aber eben tief genug sinken, um nicht auf dem Radar der Marine und Küstenwachen zu erscheinen. Spezialkräfte machen genau auf solche Boote Jagd und stürmen diese auf hoher See und bei voller Fahrt. Wer das nicht glauben kann, der kann gerne auf YouTube einige Videos hierzu anschauen.

Wir möchten uns mit diesem Blog bei den Küstenwachen weltweit bedanken; für ihren Einsatz und für ihre Bestrebungen, den Seeweg und damit auch die Handelsrouten so gut es eben möglich ist zu sichern und Menschen, die in Seenot geraten sind, sicher an Land zu bringen.

Wir sagen Danke!